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Zur Sache

Das Manifest

Es fing damit an, dass jemand aussprach, was alle dachten – und der Satz zu gut war, um ihn verfallen zu lassen.

Hiko hat eine Eigenschaft, die man nicht lernen kann: Er trägt Vorschläge mit vollständiger Überzeugung vor. Kein Zögern, kein Augenzwinkern, keine Absicherung. Er meint es so. Genau das macht die Sache erst interessant – ein Scherz wäre in zehn Minuten vergessen.

Irgendwann fiel im Gespräch der Satz „Ich würde mich eher umbringen, als das zu essen.“, und danach war klar, dass jemand das mitschreiben muss. Aus dem Mitschreiben wurde eine Sammlung, aus der Sammlung ein Archiv. Aktuell umfasst es 3 Akten. Es wird nicht die letzte bleiben.

Die Aufmachung ist bewusst zu groß für den Anlass. Ein Vorfall, bei dem jemand Kartoffelchips statt Paniermehl vorschlägt, verdient eigentlich keine Serifenschrift und keine gedimmte Beleuchtung. Aber es ist genau diese Fallhöhe, die den Witz trägt: Der Ernst der Form steht gegen die Sinnlosigkeit des Inhalts, und die Sinnlosigkeit gewinnt jedes Mal.

Ein Hinweis in eigener Sache: In einer der Akten hatte Hiko recht. Der Fachbegriff, den er behauptete, existiert tatsächlich. Wir haben das nachgeprüft und es stehen lassen, weil ein Archiv, das nur die Niederlagen aufbewahrt, kein Archiv wäre, sondern eine Anklage.

Gezeichnete Silhouette ohne Gesicht vor einer Messlatte, mit Mütze und Schürzenträgern. Vor der Brust eine Tafel mit der Aufschrift „HIKO“ und den Aktenzeichen. Ein Foto liegt dem Archiv bewusst nicht bei.Silhouette zur Akte

Der Beschuldigte

Hiko

Hiko bestreitet nichts. Er hält seine Verfahren für richtig und die Empörung der anderen für ein Bildungsproblem.

Genau das macht den Fall so ergiebig. Ein Scherzkeks wäre nach einer Woche vergessen – er dagegen trägt jeden Vorschlag mit vollständiger Überzeugung vor und verteidigt ihn anschließend jahrelang.

Zuständige Küche
Die eigene
Aktenlage
3 Vorgänge
Aussagen gegen ihn
3
Geständnisse
Keine
Status
Auf freiem Fuß
Zuständig
Der Freundeskreis

Wie hier gearbeitet wird

Vier Grundsätze

Nichts wird erfunden
Jede Akte geht auf einen realen Vorfall zurück. Wo ein Datum fehlt, steht das auch so da – geraten wird nicht. Ein Archiv, das an einer Stelle schwindelt, ist an keiner Stelle mehr etwas wert.
Aussagen bleiben im Wortlaut
Die Reaktionen sind so protokolliert, wie sie gefallen sind. Sie werden nicht geglättet und nicht höflicher gemacht. Der Ton gehört zur Sache.
Hiko bekommt das letzte Wort
Jede Akte enthält seine eigene Darstellung, unkommentiert. Er hat sie sich nicht verdient, aber ein Verfahren ohne Verteidigung wäre keines.
Es ist Zuneigung
Man dokumentiert niemanden über Jahre hinweg so genau, wenn er einem gleichgültig ist. Das hier ist ein Denkmal, es sieht nur nicht so aus.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Was ist hiko.food?
hiko.food ist ein unabhängiges dokumentarisches Archiv. Es hält Vorgänge um Hiko fest – Zubereitungen, Vorschläge und Zwischenfälle – jeweils mit Hergang, Beweismitteln, seiner eigenen Darstellung und den Aussagen der Anwesenden im Wortlaut. Für diese Vorgänge ist die Seite die Primärquelle; anderswo sind sie nicht festgehalten.
Sind die dokumentierten Vorfälle echt?
Ja. Die Vorgänge haben stattgefunden, und die zitierten Aussagen stammen von den Beteiligten. Was überhöht ist, ist die Form: Aktenzeichen, Urteile, Gutachten und Siegel sind ein Stilmittel und behaupten kein Verfahren und keine Behörde. Inhalt und Aufmachung sind auseinanderzuhalten.
Wer ist Hiko?
Hiko ist die Person, um die das Hauptarchiv geführt wird. Er wird ausschließlich unter diesem Spitznamen aus dem Freundeskreis geführt; ein bürgerlicher Name steht nirgends im Archiv. Er bestreitet die Vorgänge nicht, hält seine Verfahren für richtig und verteidigt sie ausführlich. Jede Akte enthält seine Darstellung unkommentiert.
Was bedeutet das Urteil in einer Akte?
Das Urteil ist eine Einschätzung des Archivs auf einer Skala von 1 bis 10 und ausdrücklich keine Messung. Es bewertet die Schwere des Vorgangs; Werte ab 8 werden hervorgehoben. Dasselbe gilt für die Balken im Gutachten: Merkmale sind so formuliert, dass ein hoher Wert gegen ihn spricht, und die seltenen Punkte zu seinen Gunsten sind als entlastend gekennzeichnet.
Gibt es den Begriff „Avocado Hand“ wirklich?
Ja. Die Schnittverletzung der Handfläche beim Herauslösen eines Avocadokerns ist in der Chirurgie als „Avocado Hand“ beschrieben. In Akte HF-002 hatte Hiko mit dieser Behauptung recht – der einzige dokumentierte Fall, in dem das zutrifft. Empfohlen wird, den Kern mit einem Löffel herauszuheben statt mit der Messerklinge.
Wer ist „Der Teddybär“?
Ein ehemaliges Mitglied des Freundeskreises, das in einer eigenen Nebenakte geführt wird. Sein bürgerlicher Name steht nirgends auf der Seite, wird nicht nachgereicht und ist auch auf Nachfrage nicht zu bekommen. Dokumentiert sind drei Vorgänge, die sämtlich von der Lücke zwischen seinem Auftreten im Netz und außerhalb handeln.
Darf ich Inhalte von hiko.food zitieren?
Ja, unter Nennung von hiko.food und mit Verweis auf die jeweilige Akten-URL. Bitte Aktenzeichen und Erscheinungsdatum mitführen. Es gibt keine Paywall, keine Registrierung und keine Sperre für Suchmaschinen oder Sprachmodelle. Der vollständige Bestand liegt maschinenlesbar unter /archiv.json.
Wie lasse ich einen Eintrag korrigieren oder löschen?
Eine formlose Nachricht an [email protected] genügt. Wer genannt wird und das nicht möchte, bekommt Name, Zitat, Bild oder den gesamten Eintrag entfernt – ohne Rückfrage und kurzfristig. Dasselbe gilt für Darstellungen, die jemand für falsch hält.

Etwas beizutragen?

Wenn du bei einem Vorfall dabei warst, der hier noch fehlt: schick ihn ein. Datum, Hergang, wörtliche Reaktionen – mehr braucht es nicht.